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Position:   Jugendpolitik > ERASMUS+
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Es geht rund! Diskussion um ERASMUS für Alle ist eröffnet!

Gestern wurde der Entwurf für die neue Programmgeneration präsentiert: "ERASMUS für Alle" verspricht mehr Geld und mehr Bildungsmobilität für alle, bedeutet aber auch das Ende für ein eigenständiges Jugendprogramm. Was das für die Jugend und Jugendpolitik bedeutet, darüber sind die Meinungen geteilt. Einen Überblick über die aktuelle Diskussion, erste Reaktionen und Stellungnahmen findet ihr hier:

Das sagt die Bundesjugendvertretung ...

Die Bundesjugendvertretung begrüßt zwar die geplante Budgeterhöhung, fürchtet aber, dass zentrale jugendpolitische Aufgaben in diesem Programm untergehen, da sich "ERASMUS für Alle" vor allem auf den Bereich der formalen Bildung konzentriert: "Viele wichtige außerschulische Initiativen von jungen Menschen (informelle Jugendgruppen, Einzelinitiativen und Projekte) müssen künftig um ihr Bestehen ringen", warnt BJV-Vorsitzender Wolfgang Moitzi. Mehr dazu in der Presseaussendung der BJV hier  

Das fordert das European Youthforum ...

Laut European Youthforum kommt im vorliegenden Programmentwurf Jugend, Jugendarbeit, non-formales Lernen und Jugendpartizipation zu kurz. Sie plädieren für den Fortbestand eines eigenständigen Jugend in Aktion-Programms und haben dazu auch eine eigene Kampagne gestartet. Zur Presseaussendung des European Youthforum hier
Zur Kampagne: http://www.whereareyouthgoing.eu/

Erste Stellungnahmen von EU-Parlamentarieren

ÖVP-Bildungssprecher Becker sieht die geplante Umstrukturierung und die Namensänderung durchaus skeptisch: "Es besteht die Gefahr, dass wichtige Teile des "Lebenslangen Lernens" und "Jugend in Aktion" unter den Tisch  fallen. Es geht nicht nur um studentische, akademische Mobilität, sondern um alle Lebensphasen und Bildungsbereiche", so Becker. Die  Mittelaufstockung, die Studentendarlehen und die verstärkte Förderung des Sportes seien zwar "eindeutig zu begrüßen". Aber vor  allem Aspekte wie die Anerkennung von nicht-formaler Ausbildung wie Freiwilligenarbeit liefen in Gefahr, "unter die Räder des übermächtigen Erasmus-Programms zu kommen", so Becker. Auch Jörg Leichtfried, Delegationsleiter der SPÖ-EU-Abgeordneten, beurteilt den neuen Programmvorschlag kritisch: "Die Gefahr ist groß, dass die europäische Jugendpolitik auf die Förderung von Studenten und Schülern reduziert wird. Es ist zwar zu begrüßen, dass die Kommission mehr Mittel zur Verfügung stellen will, dennoch muss darauf geachtet werden, alle Jugendlichen zu erreichen, auch jene, die nicht in Ausbildung stehen", so Leichtfried.

Stellungnahme/Presseaussendung von Heinz K. Becker (ÖVP) hier 
Stellungname/Presseuassendung von Jörg Leichtfried (SPÖ) hier

Stimmen aus den Nachbarländern

Als "Bildungsprogramm" und nicht als "Jugendprogramm" wird der Programmvorschlag in Deutschland bezeichnet: "'Erasmus for All' bedeutet in dieser Form das Ende des eigenständigen Jugendprogramms", so titelt man auf www.jugendpolitikineuropa.de. Das Programm ziele ganz auf Bildungsaktivitäten zum Zweck der Beschäftigungsfähigkeit ab: Wichtige Schlagworte der jugendpolitischen Diskussion, wie z.B. europäische Bürgerschaft, Partizipation, Anerkennung nicht formalen Lernen, Demokratie gestalten, Förderung benachteiligter Jugendlicher werden vermisst oder kommen zu kurz, so das Credo. Mehr dazu hier