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2. Deutschsprachiges Jugendforum
Position:   Pinnwand > Jugendforum 2010 > Workshop-Dokumentation > Nachmittag, 4. November 2010

Straßenfußball für Toleranz

Leitung: Melih Özkardes (EuroPeer)

Straßenfußball für Toleranz ist ein Konzept, das demokratische Partizipation, Toleranz und Respekt unter Jugendlichen fördert. Fußball wird mit speziellen Fair-Play-Regeln zum Mittel für Partizipation, Inklusion und Toleranz. Vor jedem Spiel können die Spieler ihre eigenen Fair-Play-Regeln demokratisch festlegen. Weil sie die Chance haben, ihre eigenen Regeln zu machen, respektieren sie diese. Es gibt keine Schiedsrichter. Am Ende des Spiels werten sie gemeinsam das Spiel aus. Die Punkteverteilung spielt eine wichtige Rolle: Der Gewinner bekommt drei Punkte. Für ein Unentschieden gibt es zwei Punkte. Eine Niederlage bringt immerhin auch einen Punkt. Es gibt außerdem drei weitere Fair-Play-Punkte, die jedes Team unabhängig seiner sportlichen Leistung bekommen kann. Für die aktive demokratische Partizipation Aller bei der Festlegung der 3 Verhaltensregeln (z.B. nicht schimpfen, nicht grätschen) gibt es 1 Punkt. Für den Einsatz eines Mädchens im Team gibt es 1 Punkt. Und als letztes gibt es 1 Punkt für die Einhaltung der Verhaltensregeln. Ein Team, das alle Spiele gewinnt und sehr fair spielt, bekommt also max. 6 Punkte pro Spiel. Ein Team, das alle Spiele gewinnt aber gar nicht fair spielt, bekommt nur die sportlichen 3 Punkte. Ein Team, das gegen ein sehr unfaires Team verliert aber sehr fair spielt, bekommt 4 Punkte und gewinnt trotzdem die Partie. 4 Punkte ergeben sich aus 1 Punkt für die Niederlage und 3 Fair-Play-Punkten.

Ergebnisse & Erkenntnisse:

Die Jugendlichen können ihre eigenen Verhaltensregeln bestimmen und besprechen diese demokratisch und interaktiv miteinander. Verhaltensregeln werden nur festgehalten wenn alle Jugendlichen dafür sind. Dadurch ist die Chance größer, dass sie die Regeln respektieren, weil diese ihre eigenen sind.

Spannende Diskussionspunkte & weiterführende Fragen:

Die Spielregeln können zielgruppenspezifisch angepasst werden (z.B. Weglassen von Mädchenregeln). Manchmal empfiehlt es sich auch einen Mittelweg zwischen zu vielen Fair-Play-Regeln und keinen Fair-Play-Regeln zu finden, um den Jugendlichen den Spaß am Sport durch zu viele Regeln nicht zu verderben.

Tipps & Links zum Thema: