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Urkundenübergabe: Gruppenfoto Urkundenübergabe: Gruppenfoto Gruppe steht vor einer Ausstellungsvitrine und blickt auf die ausgestellten Fotos Sesselkreis: Diskussionsteilnehmer sitzen zusammen in einer Runde

Jugendministerin Andrea Kdolsky eröffnete Europäische Jugendwoche: Auszeichnung für österreichische Jugendprojekte

Wien. Vom 2. bis 9. November 2008 findet in 31 Ländern die Europäische Jugendwoche statt. Feierlicher Anlass: 20 Jahre europäische Austausch- und Mobilitätsprogramme für junge Menschen. "Jugend in Aktion" heißt das aktuelle EU-Förderprogramm für Jugendliche in Europa. Einige herausragende Projekte wurden im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 3. November im Albert Schweitzer Haus in Wien von Jugendministerin Dr. Andrea Kdolsky ausgezeichnet.

1988 startete das erste europäische Förderprogramm für junge Menschen in Europa. Seither haben weit über 1,5 Millionen Jugendliche davon profitiert. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Programm stetig ausgebaut und erweitert. Im Jahr 2007 startete das EU-Programm "Jugend in Aktion". Insgesamt 885 Millionen Euro werden bis 2013 für Europas Jugend zur Verfügung gestellt. "Ziel ist es, junge Leute zu motivieren selbst aktiv zu werden und an der Gestaltung eines gemeinsamen Europas mitzuwirken. ,Jugend in Aktion’ richtet sich vor allem an jene Jugendliche, die sonst wenig Chancen haben Auslandserfahrungen zu machen", erklärt Gerhard Moßhammer, Leiter der Nationalagentur "Jugend in Aktion", die Intention des Programms. Im Jahr 2007 wurden in Österreich 278 Jugendprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 2,1 Millionen Euro gefördert. Auch 2008 steht wieder ein Fördervolumen von mehr als 2,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Jugendministerin zeichnet österreichische Jugendprojekte aus

Bei der Auftaktveranstaltung in Wien wurden acht "Jugend in Aktion"-Projekte von Jugendministerin Dr. Andrea Kdolsky ausgezeichnet. "Als österreichische Jugendministerin ist es mir ein ganz besonderes Anliegen, Europa für die Jugend Österreichs zu einer wertvollen Dimension ihres gegenwärtigen und künftigen Lebens zu machen. Die Teilnahme am Programm ‚Jugend in Aktion’ ist dafür ein wichtiger Start, denn mit den Begegnungen die hier gemacht werden, kann ein wichtiger Grundstein für eine positive Bewertung unserer Mitgliedschaft in der Europäischen Union gesetzt werden. Außerdem wird durch das informelle Lernen nicht nur zur eigenen Persönlichkeitsbildung und dem Verständnis für andere Kulturen und Lebensweisen beigetragen, es werden auch Wissen und Fertigkeiten zur besseren Beschäftigungsfähigkeit erworben", so Kdolsky.

Österreichische Jugendliche: EU-Gegner in der Minderheit

Erste Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Thema "Was ist ‚in‘ und was ist ,out‘ in Europa?" präsentierte Manfred Zentner vom Institut für Jugendkulturforschung. Die Einstellung gegenüber der EU ist bei den jungen Befragten mehrheitlich positiv: 41% bezeichnen sich selbst als "echte Europäer". Lediglich 6% ordnen sich dem Lager der EU-Gegner zu. Besonders geschätzt wird von den Jugendlichen, die Freiheit in anderen Ländern der EU zu arbeiten und zu studieren (83%). Auch kulturelle Vielfalt (61%) sowie friedliches Zusammenleben (57%) werden mit der Europäischen Union verbunden. Gleichzeitig orten die Jugendlichen auch Gefahren für den Frieden in Europa. Dabei stellt laut Meinung der Befragten besonders die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich eine Bedrohung dar.

Aufklärungsbedarf bei Jugendpolitik

In Sachen Jugendpolitik herrscht laut Umfrageergebnissen Informationsbedarf. Jeder Dritte weiß nicht, was auf europäischer Ebene für Jugendliche gemacht wird. Ähnliche Informationsdefizite konstatiert die Umfrage in den Bereichen kommunale und nationale Jugendpolitik. Zentrale Themen, denen sich die Politik laut Meinung der Befragten verstärkt widmen soll, sind "Ausbildung und Bildung", "Arbeitswelt und Beruf" aber auch Freizeitmöglichkeiten für junge Menschen. Im Anschluss an die Präsentation stellten sich die Europaabgeordneten Othmar Karas, Christa Prets und Wolfgang Bulfon sowie die Landesjugendreferenten aus Wien, Oberösterreich und Burgenland der Diskussion mit den jungen Gästen. Die Zukunft der Jugend in Österreich und Europa waren zentrales Thema in diesen Gesprächsinseln. Dabei wurde auch hier auf Informations- und Kommunikationsdefizite der Jugendlichen in Sachen Politik hingewiesen. Gefordert wurde eine stärkere Einbindung und Partizipation der Jugendlichen, sowie mehr Information und Wissen über die Politik insbesondere auf EU-Ebene. Gleiche Bildungschancen für alle, mehr Unterstützung für junge Menschen mit weniger Möglichkeiten sowie die Senkung der Jugendarbeitslosigkeit waren weitere Forderungen, die in dieser Runde gestellt wurden. Auch das Thema Integration wurde diskutiert: "Akzeptanz anderer Kulturen" und "Vielfalt als Mehrwert" lauteten die Schlüsselaussagen in dieser Runde.