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Position:   Pinnwand > Projektbeispiele > 2007
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"Wege in die Zukunft" - eine Jugendbegegnung

47 Jugendliche aus sechs Nationen - Österreich, Rumänien, Bulgarien, Tschechische Republik, Lettland, Türkei - machten sich gemeinsam auf den Weg für eine bessere Zukunft.

Von fünf verschiedenen Ausgangspunkten starteten die Gruppen zu je acht bis zehn TeilnehmerInnen Richtung Scharnstein in Oberösterreich. Bei der Gruppenzusammensetzung wurden die Nationen bunt gemischt. Auch fünf junge Flüchtlinge aus Afghanistan und der Ukraine nahmen an der Sternwanderung teil. Knapp eine Woche waren die Wanderer unterwegs. Jede Route stand unter einem speziellen Motto. Auf dem Solidaritätsweg wurde beispielsweise die Gedenkstätte des "Todesmarsches Eisenerz 1945" besucht. In diesem Kontext fand auch eine Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus in Europa statt.

Auf dem Weg

Durch die Kalkalpen führte der Weg weiter nach Scharnstein. Dabei bot sich Gelegenheit, sich mit dem Thema ökologische Landwirtschaft im alpinen Raum zu befassen. Bei einem Zwischenstopp in Steyr besuchten die Jugendlichen den Weltladen und beschäftigten sich mit Fragen des Welthandels und der Globalisierung. Auch die Bekanntschaft mit einem christlichen Jugendzentrum und eine anschließende Diskussion zum Thema Religion und Mission standen auf dem Routenplan.


Entdeckung unterschiedlicher Lebensstile

Die Gruppe "Lebensstil" begab sich auf eine Entdeckungsreise, um unterschiedliche Lebensweisen zu erkunden. Dabei ging es darum, andere Lebensstile kennenzulernen und sich gleichzeitig mit der eigenen Lebensform auseinanderzusetzen. Auf ihrem Weg durch die Seenlandschaft im Salzkammergut besuchten die Jugendlichen unter anderem das Gemeinschaftswohnprojekt Zachiesenhof in Huttich. Mit umweltfreundlicher Energiegewinnung und Biolandwirtschaft versorgt sich diese kleine Gemeinschaft selbst. Die Wohngemeinschaft besitzt außerdem eine eigene Schule und ein Auto, das sich alle BewohnerInnen teilen. Weitere Stationen der Wandergruppe waren der Besuch auf einem Biobauernhof, die Übernachtung auf einem Heuboden und die Besichtigung einer Müllverbrennungsanlage.

Neue Erfahrungen sammeln

Vielfalt, Ökologie und Muße waren Themen, mit denen sich die anderen drei Gruppen auf ihrer Wanderung auseinandersetzten. Aufgrund der Durchmischung der Nationen in den einzelnen Wandergruppen gab es auch immer wieder interessante Diskussionen innerhalb der Teams. "Ich habe viel erfahren über die Lebensweise und Kultur meiner Wanderkollegen aus Rumänien und der Türkei", freut sich Melanie Berner und ergänzt: "Die manchmal doch herausfordernden Bergetappen und Gipfelsiege haben uns, unabhängig von Sprachbarrieren und manchen kulturellen Unterschieden, zusammengeschweißt."


Wiedersehen im Almcamp Scharnstein

Die Wiedersehensfreude bei der Ankunft der Gruppen im Almcamp in Scharnstein war groß. Es gab viel zu berichten und am Lagerfeuer wurde bei Trommelmusik getanzt und die Geschichten der großen Wanderung ausgetauscht. "Im Laufe des fünftägigen Marsches ist unsere Gruppe zu einer kleinen Familie zusammengewachsen. Wir sind vielen Menschen mit außergewöhnlichen Geschichten begegnet. Gleichzeitig hat jeder sehr viel Neues über sich selbst erfahren", ist Wanderführer Erik Schnaitl überzeugt. In den folgenden vier Tagen setzten sich die Jugendlichen in verschiedenen Workshops mit wichtigen Themen wie Asyl, Geschlechterrollen, Umweltschutz oder Demokratie auseinander. Eine öffentliche Fotoausstellung der Wanderung mit Präsentation und anschließendem Fest rundeten diese Tage des intensiven Austauschs ab. Beim multikulturellen Biobuffet und Trommelklängen feierten die Jugendlichen gemeinsam mit der Scharnsteiner Bevölkerung. "Ich glaube, dass es auf der Suche nach einer Welt, in der Mensch, Tier und Natur in liebevollem Austausch miteinander stehen, nur richtige Wege geben kann", zieht Mit-Organisatorin und Teilnehmerin Barbara Graf ihr Resümee.


Jugendliche machen sich stark für nachhaltige Entwicklung

Ziel des Projekts war es, einen Austausch unterschiedlicher Lebensstile und Kulturen zu ermöglichen und aufzuzeigen, wie ein nachhaltiger Lebensstil funktionieren kann und Freude macht. Sowohl die Routen als auch die Workshop-Themen wurden von den Jugendlichen des Vereins SOL festgelegt und ausgearbeitet. Mit einer Ausschreibung im Internet wurden Partnergruppen gesucht. Schnell waren die TeilnehmerInnen gefunden. Die Führung der Wandergruppen als auch die Campleitung wurden eigenständig von den Jugendlichen übernommen und organisiert. Was Solidarität, Ökologie oder Vielfalt bedeuten kann, haben die TeilnehmerInnen praktisch erfahren. Neben der umweltschonenden Fortbewegung gab es biologische, faire und regionale Jausen, und auch in der Campküche wurde ausschließlich mit Lebensmitteln von regionalen Bauern gekocht.