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EU-Jugend-Förderung: Mehr Lust auf Bildung, erweiterte Sprachkenntnisse und soziale Kompetenzen

Die Teilnahme am EU-Programm "Jugend in Aktion" fördert laut Umfrageergebnissen des europäischen Forschungsnetzwerkes RAY sowohl Fremdsprachenkompetenzen als auch Bildungschancen junger Menschen. Zudem glauben 69%, dass sich aufgrund der dabei gewonnenen Erfahrungen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert haben.

Das EU-Programm „Jugend in Aktion“ (2007-2013) fördert außerschulische Jugendprojekte und verfügt über ein Gesamtbudget von 885 Millionen Euro. Europaweit werden jedes Jahr mehr als 8.000 Projekte unterstützt, an denen mehr als 150.000 Personen beteiligt sind. Mit dem Programm werden unterschiedliche Aktivitäten unterstützt, z.B. der Austausch von Jugendgruppen aus verschiedenen Ländern, der Europäische Freiwilligendienst, aber auch die Aus- und Weiterbildung von Jugendarbeitern sowie deren internationale Vernetzung. Seit 2008 untersucht das europäische Forschungsnetzwerk RAY die Auswirkung des EU-Jugendprogramms auf die Beteiligten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die von der EU finanzierten Jugendprojekte in verschiedener Hinsicht positiv auf die Teilnehmer auswirken.

Fremdsprachenkenntnisse verbessert

Mehr als drei Viertel der Jugendlichen geben an, dass sich ihre Fremdsprachenkenntnisse durch die Teilnahme am Programm verbessert haben (AT 79%, RAY 78%). Prinzipiell fällt es ihnen leichter, mit Menschen zu kommunizieren, die eine andere Sprache sprechen (AT/RAY 82%). Auch Eigeninitiative sowie unternehmerische Kompetenz, wie etwa gute Ideen zu entwickeln und praktisch umzusetzen (AT 77%, RAY 82%), werden laut Auskunft der Teilnehmer gefördert. Grundsätzlich sehen die Befragten die Projektteilname als positiv für ihre persönliche Entwicklung (AT 83%, RAY 92%). Fast jeder Zweite erlebt sich nach dem Projekt als selbstsicherer (RAY 49%, AT 38%) und gibt an, dass er nun besser mit unbekannten Situationen umgehen kann (AT 50%, RAY 49%).

Mehr Motivation für Ausbildung

Auch für den beruflichen Werdegang und die Ausbildung ist eine Teilnahme am EU-Programm förderlich: Mehr als die Hälfte (RAY 63%, AT 49%) gibt an, nun eine bessere Vorstellung davon zu haben, was ihren weiteren Bildungsweg angeht. Damit verbunden ist auch ein klareres Bild (AT 53%, RAY 66%), was die angestrebten beruflichen Wünsche und Ziele betrifft. Mehr als 80% der Befragten wollen aktiv ihrer Aus- und Weiterbildung nachgehen (RAY 81%, AT 72%) sowie ihre Fremdsprachenkenntnisse weiter verbessern (AT 81%, RAY 84%). Über 60% (RAY 69%, AT 60%) glaubt, dass sich durch die Projekterfahrung ihre Chancen am Arbeitsmarkt erhöht haben.

Weltoffener und reiselustiger

Rund drei Viertel der Befragten nimmt sich ernsthaft vor, ins Ausland zu gehen (AT 71%, RAY 74%), um zu studieren, zu arbeiten, ein Praktikum zu machen oder dort zu leben. Sich selbst-ständig in anderen Ländern zu bewegen, ist auch für 74% der österreichischen Teilnehmer nach dieser internationalen Erfahrung kein Problem mehr (RAY 76%).

Mehr Toleranz und Respekt für andere Kulturen

Menschen aus anderen Ländern kennen zu lernen, ist ein wesentliches Element des EU-Jugend-programms. Dabei handelt es sich nicht um einmalige Begegnungen, sondern ein Großteil bleibt auch nach Projektende miteinander in Kontakt (AT 74%, RAY 81%). Zugleich zeigen sich die Projektteilnehmer offener und aufgeschlossener gegenüber der kulturellen Vielfalt in Europa (AT 72%, RAY 80%). Ihre sozialen und interkulturellen Kompetenzen wachsen und Werte wie Toleranz (AT/RAY 59%), Solidarität (AT 55%, RAY 58%) und Respekt für andere Kulturen (AT 60%, RAY 64%) werden wichtiger.

Europa bekommt ein Gesicht

Zwei Drittel der beteiligten Jugendlichen (AT 57%, RAY 66%) geben an, dass sie sich nach der Projektteilnahme mehr als Europäer fühlen. Auch das Interesse an europäischen Themen ist, so die Umfrageergebnisse, gestiegen (AT 38%, RAY 51%). Ein Umstand, der auch von den Projekt-leitern bestätigt wird: Mehr als zwei Drittel (AT 67%, RAY 72%) geben an, dass die Teilnehmer vermehrt Fragen zum Thema „Europa“ stellen. Auch europäische Werte, wie Menschenrechte, Demokratie, Frieden, werden von den Teilnehmer bewusster wahrgenommen (AT 75%, RAY 81%).

Lernende Organisationen

In erster Linie führt die Programmteilnahme zu mehr Kontakten und Partnerschaften mit anderen Organisationen und Einrichtungen über Ländergrenzen hinweg (AT 90%, RAY 86%). Dieser grenzüberschreitende Austausch bringt auch eine größere Wertschätzung der kulturellen Vielfalt mit sich. Für einen Großteil der Organisationen (AT 83%, RAY 79%) bedeutet es auch: Wer internationale Luft geschnuppert hat, macht mehr internationale Projekte. Gleichzeitig wird auch die Vernetzung mit lokalen Partnern gefördert (AT 79%, RAY 81%). Etwa drei Viertel der befragten Projektleiter (AT 71%, RAY 79%) berichten, dass das lokale Umfeld bzw. die Gemeinden Interesse an zukünftigen Projekten zeigen und die europäische Dimension dieser Aktivitäten mit Interesse aufgenommen wurden (AT/RAY 75%).

AT = Daten für Österreich
RAY = Daten für Europa

Das Forschungsnetzwerk “Research-based Analysis and Monitoring of Youth in Action” (RAY)

Das Forschungsnetzwerk wurde im Jahr 2008 von der Universität Innsbruck/Institut für Erziehungswissenschaft und dem Interkulturellen Zentrum ins Leben gerufen. Seither untersucht das RAY-Netzwerk, an dem aktuell 16 Länder beteiligt sind, die Auswirkung des Programms auf die beteiligten Akteure – insbesondere Jugendliche und Jugendarbeiter – sowie auf deren Organisationen. Zweimal jährlich werden dazu Online-Befragungen durchgeführt. Insgesamt wurden seit 2009 europaweit ca. 100.000 junge Menschen, Jugendbetreuer und Projektleiter zu diesen Befragungen eingeladen, davon etwa 3.800 aus Projekten, die in Österreich gefördert wurden. Etwa ein Drittel beantwortete die Fragebögen.

RAY-Konferenz in Wien

Von 18. bis 19. September 2013 treffen sich die Mitglieder des RAY-Forschungsnetzwerks in Wien, um gemeinsam über die Zukunft des Netzwerkes, den Ausbau der Forschungstätigkeit sowie die Gestaltung der wissenschaftlichen Begleitung des neuen EU-Programms ERASMUS+ zu diskutieren.

Weitere Informationen: www.researchyouth.net